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Swim News Mai bis August 2008 |
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[Mai 2008] [Juni 2008] [Juli 2008] [August 2008] August 200830.8. DSV bevorzugt behutsame Suche nach Cheftrainer. (dpa) - Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) will bei der Suche nach neuen Cheftrainern für die Bereiche Schwimmen und Wasserspringen nichts übereilen. Er werde in der kommenden Woche mit dem neuen Sportdirektor Lutz Buschkow Sondierungsgespräche führen, erklärte Fornoff. Der Vertrag mit dem bisherigen Schwimm-Chefcoach Örjan Madsen endete mit den Olympischen Spielen in Peking. Auch für Springer-Cheftrainer Buschkow muss ein Nachfolger gefunden werden. Der 50-Jährige wird die Kunst- und Turmspringer vorerst in Personalunion weiter betreuen. 28.8. Torres schon wieder operiert. (sid) Nur drei Tage sind nach dem Ende ihrer fünften Olympischen Spiele vergangen, da hat sich Amerikas Schwimm-"Oma" Dara Torres an der Schulter operieren lassen. In Peking holte Torres unter anderem mit einer Hundertstelsekunde Rückstand auf Britta Steffen (Berlin) die Silbermedaille über die 50m Freistil. Die Operation in Fort Lauderdale war der dritte Eingriff für die US-Amerikanerin innerhalb von zehn Monaten. "Es war nichts Problematisches, aber ich fühlte mich seit einiger Zeit behindert", sagte Torres, die in Peking die älteste Teilnehmerin im Schwimmen war und als älteste Schwimmerin überhaupt eine Medaille holte. Bei ihren vorherigen vier Olympia-Teilnahmen hatte Torres unter anderem viermal Gold geholt. Unterdessen wurde ihr Trainer Michael Lohberg aus dem Krankenhaus entlassen. Der aus Deutschland stammende Coach hatte wegen aplastischer Anämie, einer seltenen Blutkrankheit, kurzfristig auf den Flug nach Peking verzichten müssen. "Ich bin noch sehr müde und noch lange nicht über den Berg, das ist noch ein langer Prozess. Aber ich freue mich, nach Hause zu kommen", sagte Lohberg, der unter anderem auch die Krefelderin Anne Poleska auf Peking vorbereitet hatte. 27.8. Alle Dopingtests beim Schwimmen negativ. (dpa) - Bei der Rekord-Flut im Pekinger Wasserwürfel hat es keine positiven Dopingtests gegeben. Wie der Schwimm-Weltverband FINA «erfreut» mitteilte, waren alle Proben bei den Olympischen Spielen negativ. Insgesamt seien 216 Urin-, 103 EPO- und 24 Blutkontrollen durchgeführt worden, berichtete die FINA. Bei den Wettkämpfen in der ersten Olympia-Woche hatte der Amerikaner Michael Phelps acht Goldmedaillen gewonnen und damit die 36 Jahre alte Bestmarke seines Landsmanns Mark Spitz verbessert. Insgesamt hat der 23-Jährige nun 14 Goldmedaillen errungen und ist damit der erfolgreichste Olympionike der Sportgeschichte. In der futuristischen Schwimm-Arena hatte es in Peking 25 Weltrekorde gegeben. 24.8. Phelps-Cavic Fotofinish. Omega hat die Bilder des 100-m-Delfin-Fotofinishes im Internet veröffentlicht [Link]. Nur ist das Bild so klein, dass man nichts sieht - ausser man kommt auf die Idee es mit rechtem Mausklick in einem neuen Fenster oder Tab zu öffnen (Mac-Users verwenden die ctrl-Taste) und dann mit der linken Taste ins Bild (Lupe) zu klicken! 23.8.
Die nächsten 100 Jahre FINA. 'Des neue Jahrhunderts der Führung',
wie es die FINA nennt, wird mit einem neuen Logo in Angriff genommen. Das
Logo unterstreiche den Wert des Markennamens FINA und stelle den Verband
als stark und modern dar, lässt die FINA in ihrer Pressemitteilung
verlauten. Es sei kein Zufall, dass das neue Logo sich an jenes der 100-Jahre-Feier
1908 - 2008 anlehne. Das Logo symbolisiere nicht nur Langlebigkeit und Tradition
sondern auch visionäre Dynamik, die nötig sei, um den Wassersport
zu führen...23.8. Russische Synchronschwimm-Gruppe holt Gold. (dpa) - Die russischen Synchronschwimmerinnen haben ihre weltweite Dominanz auch zum Abschluss der olympischen Wettbewerbe in Peking demonstriert.Zum dritten Mal nacheinander seit 2000 gewann eine Gruppe aus Russland Gold. Drei Tage nach dem Erfolg des Duetts Anastasia Ermakowa/Anastasia Dawidowa führten die beiden ihr Team vor 11 000 Zuschauern im ausverkauften «Wasserwürfel» mit 99,500 Punkten souverän zum Erfolg. Den zweiten Platz belegte mit 98,251 Zählern Europameister Spanien vor China (97,334) und Japan (96,334). Auf einen Start bei der EM im März in Eindhoven hatte Russland verzichtet. Schon in der technischen Kür hatte sich Russland hoch überlegen gezeigt und mit 49,500 Punkten fast das Maximum (50,000) erreicht. In der freien Kür begeisterte das Team um Ermakowa und Dawidowa mit hohen Schwierigkeiten und einer perfekten Präsentation. Für Gastgeber China war Bronze die erste olympische Medaille in dieser 1984 eingeführten Sportart. Ein Mitglied der japanischen Gruppe erlitt nach der etwa vier Minuten langen Kür im Wasser einen Schwächeanfall und musste am Beckenrand medizinisch betreut werden. 21.8. Van der Weijden gewinnt 10 km. Der Niederländer Maarten van der Weijden gewann die olympischen 10 km in einem starken Schlussspurt in 1:51:51,6 vor David Davies (GB) und Thomas Lurz (D) [Resultate]. 20.8. 12. Rang für Brunner/Schneider. (si) Im Duett-Final der Synchronschwimmerinnen reichte es Magdalena Brunner/Ariane Schneider nicht zur Verbesserung ihres 12. Platzes aus der Qualifikation. Olympiasiegerinnen wurden wie schon in Athen die Russinnen Anastasia Dawydowa/Anastasia Ermakowa. Für die St. Gallerin Brunner (25) und die Bernerin Schneider (23) bedeutete der Olympia-Final in Peking auch gleichzeitig das Karrierenende. Ihre Trainerin Julia Wassiljewa wird sich künftig einem Nachwuchsprojekt im Hinblick auf London 2012 widmen. Hinter den überlegenen Russinnen sicherte sich das spanische Duett Gemma Mengual/Andrea Fuentes Silber, die Japanerinnen Saho Harada und Emiko Suzuki wurden Dritte. 20.8. Erste Olympiasiegerin im Langstreckenschwimmen. (si) Die Russin Larissa Iltschenko heisst die Siegerin in der olympischen Premiere im Langstreckenschwimmen (Open Water) über 10 km. Mit Swann Oberson klassierte sich die einzige Schweizer Teilnehmerin als Sechste in einem Diplom-Rang. Die 22-jährige Genferin hielt sich in den ersten drei Runden à 2,5 km zumeist im Mittelfeld der 25 Starterinnen auf. Rund 600 m vor Schluss war Oberson 13., bevor sie zu einem starken Schlussspurt ansetzte und noch sieben Konkurrentinnen überholen konnte. Zu einer Medaille fehlten der EM-Fünften über 1500 m Crawl letztlich nur 5,9 Sekunden. Im rund zwei Stunden dauernden Rennen im Shunyi-Wasserpark, wo letzte Woche die Ruder-Wettkämpfe stattgefunden haben, bestimmten von Beginn weg die Britinnen Cassandra Patten (WM-Zweite 2007 und 2008) und Kerie-Anne Payne das Tempo. Die beiden mussten sich am Ende der grossen Favoritin Iltschenko geschlagen geben; Silber ging an Payne, Bronze an Patten. Die erst 19-jährige Russin ist bereits achtfache Weltmeisterin (über 5 und 10 km). 20.8. Warum so schnell? Die in Beijing geschwommenen Weltrekorde mögen viele überrascht haben und man fragt sich 'wie ist das möglich?' Möglicherweise hat der Anzug etwas beigetragen (aber nicht alle schwammen immer im Vollanzug), aber die Trainingsmethoden, die Schwimmtechnik, die Ernährung und die erholungsfördernden Massnahmen haben sich in den letzten 10 Jahren massiv verbessert um nur einige Elemente zu nennen. Die Professionalisierung im Spitzen-Schwimmsport ist darüber hinaus heute weiter verbreitet. Ein Beispiel ist die 41-jährige Schwimmoma Tara Torres, die sich Dank dickem Portemonnaie die aktuellste Unterstützung leisten kann. Schaut euch mal ihr Trocken- und Stretchingprogramm an. Vor einer Anwendung ohne physiotherapeutische Beratung und Aufbauarbeit wird abgeraten. 19.8. Brunner/Schneider im Synchron-Final. (si) Das Schweizer Synchronschwimm-Duett Magdalena Brunner und Ariane Schneider hat sich in der Freien Kür, dem zweiten Teil der Qualifikation, vom 13. auf den 12. Platz verbessert und damit gerade noch den Final erreicht. Nach Addition von Technischer und Freier Kür überflügelte das Schweizer Duett die Brasilianerinnen Nayara Figueira/Lara Teixeira noch um 0,2 Punkte. Wie schon tags zuvor boten die Russinnen Anastasia Dawydowa/Anastasia Ermakowa auch am Dienstag eine nahezu perfekte Leistung. Die Olympiasiegerinnen von Athen gewannen die Qualifikation überlegen vor den Spanierinnen Andrea Fuentes/Gemma Mengual und den Japanerinnen Saho Harada/Emiko Suzuki. Im Final (Mittwoch ab 09.00 Uhr MESZ) schwimmen alle zwölf Duette nochmals die Freie Kür. 19.8. Peking aus der Sicht des Richters. (Swiss Swimming) Die Schwimmwettkämpfe in Peking gingen am Sonntag zu Ende. Mit dabei waren auch zwei Schweizer, von denen bisher an dieser Stelle noch keine Rede war. Zum einen war Andreas Tschanz als FINA-Richter im Einsatz und zum anderen war der ehemalige J+S-Fachleiter Schwimmen und Trainer des SK Bern Peter Wüthrich als Speaker für die französischen Ansagen engagiert worden. Tschanz war immer wieder im Bild der Fernsehkameras zu sehen und die sonore Stimme des Berners war vor allem bei den Siegehrungen immer wieder gut zu erkennen. Andreas Tschanz zieht von seinem Einsatz folgendes Fazit: Die Wettkämpfe verliefen aus Sicht der Richter ohne Probleme. Die Zeitmessung funktioniert gewohnt einwandfrei und es gab nur sehr wenige und unbestrittene Disqualifikationen (zu weit getaucht im Rücken, Delfinkick vor Brustwende oder Bewegen vor dem Start). Brust Unterwasser Delfinkick nach Start und Wende sowie die Rückenwende gaben keinen Anlass zu Diskussionen. Einzig die Rücken - Brust Wende in den Lagenrennen erweist sich als Knacknuss, denn die Rückenlage im Moment des Anschlags lässt sich bei geübten Schwimmern nur schwer kontrollieren. Zu oft kommen diese exakt in Seitenlage an, was den tolerierten 90 Grad entspricht. Nach dem Rennen über 100m Delfin, in welchem Michael Phelps mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung auf Milorad Cavic gewann, legten die Serben Protest ein, der aber von der FINA ohne Zögern abgelehnt wurde. Zu klar war die Faktenlage der Zeitmessung von Omega (Swiss Timing), welche mit den Bildern der Hochgeschwindigkeitskameras problemlos den exakten Beweis liefern konnten. 4.7 Millimeter betrug der Vorsprung von Phelps im Moment des Anschlags. 18.8. Brunner/Schneider nur im 13. Zwischenrang. (si) Magdalena Brunner und Ariane Schneider befinden sich nach dem ersten Teil der Qualifikation noch nicht auf Finalkurs. Das Schweizer Synchronschwimm-Duett erreichte in der Technischen Kür nur den 13. Rang. Die St. Gallerin Brunner und die Bernerin Schneider müssen sich am Dienstag in der Freien Kür steigern und mindestens ein ausländisches Duett überholen, wollen sie sich für den Final der besten zwölf vom Mittwoch qualifizieren. Überlegen in Führung liegen erwartungsgemäss die Russinnen Anastasia Dawydowa/Anastasia Ermakowa, die Olympiasiegerinnen von 2004. 17.8. Der langsamste Fisch. Während Michael Phelps und Co. im Schwimmen einen Weltrekord um den anderen brechen, schwimmt Stany Kempompo Ngangola hinterher. Er wurde über 50m Freistil Letzter - deutlich Letzter [mehr...]. 17.8. «Wir Alten stehen da und staunen». Die neuen Ganzkörper-Anzüge lassen die Vergangenheit vergessen. Seit Samstag ist der letzte Weltrekord Geschichte, der vor dem Jahr 2000 aufgestellt worden war – dem Jahr der ersten Ganzkörper-Anzüge. Die Britin Rebecca Adlington war über 800 m deutlich schneller als die Amerikanerin Janet Evans 1989. Den ältesten Weltrekord hält nun die Niederländerin Inge de Brujin über 100 m Delphin aus dem Jahr 2000 [mehr ...]. 17.8. Phelps unsterblich - 8. Gold in Beijing. (sid) Mit seinem achten Gold hat Michael Phelps seinen Landsmann Mark Spitz, der 1972 in München sieben Mal triumphierte, als olympischer Rekordhalter abgelöst. Phelps gewann mit Aaron Peirsol, Brendan Hansen und Jason Lezak die 4 x 100 Meter Lagen-Staffel in der Weltrekordzeit von 3:29,34 Minuten. Das US-Team blieb damit 1,34 Sekunden unter der bisherigen Bestmarke. Zweiter wurde Australien (3:30,04) vor Japan (3:31,18). Russland schwamm als Vierter in 3:31,92 Europarekord. Mit 14 Goldmedaillen von den Spielen 2004 in Athen und 2008 in Peking dürfte Phelps viele Olympiaden lang die "ewige Bestenliste" der erfolgreichsten Sommer-Olympioniken anführen. Das bisherige Spitzen- Quartett - Turnerin Larissa Latynina aus der damaligen Sowjetunion, Finnlands Lauflegende Paavo Nurmi sowie die Amerikaner Mark Spitz (Schwimmen) und Carl Lewis (Leichtathletik) - folgt weit zurück mit je neun Goldmedaillen. Der Australier Grant Hackett vergab über die 1.500 Meter Freistil die Chance, als erster Mann auf einer Strecke dreimal in Serie Olympiasieger zu werden. Er schlug hinter Oussama Mellouli als Zweiter an. Mellouli sorgte in 14:40,84 Minuten für die erste Olympia-Medaille eines tunesischen Schwimmers. Vor den Olympischen Spielen war der 24-Jährige 18 Monate wegen Dopings gesperrt gewesen und durfte erst seit Mai wieder an Wettkämpfen teilnehmen. "Ich habe alles versucht. Ich bin auch zufrieden mit Silber, auch wenn es nicht das ist, was ich wollte", sagte Hackett, der für die Strecke 14:41,53 Minuten benötigte. Bronze gewann der Kanadier Ryan Cochrane in 14:42,69 Minuten. Gold in der 4 x 100 Meter Lagen-Staffel der Frauen holte sich das australische Frauen-Quartett Emily Seebohm, Leisel Jones, Jessicah Schipper und Lisbeth Trickett. Sie gewannen in der Weltrekordzeit von 3:52,69 Minuten und blieben damit 3,05 Sekunden unter ihrer eigenen Bestmarke. Zweiter wurde die USA (3:53,30) vor China in 3:56,11 Minuten. Als Vierte schwammen die Britinnen in 3:57,50 Minuten Europarekord. Auch Startschwimmerin Gemma Spofforth erzielte über 100 Meter Rücken eine europäische Bestzeit. Britta Steffen hat ihre zweite olympische Goldmedaille gewonnen. Die Berlinerin setzte sich nach ihrem Triumph über 100 Meter Freistil auch im Rennen über 50 Meter durch. Steffen schwamm bei ihrem Sieg in 24,06 Sekunden Europarekord. «Das ist gigantisch», sagte sie. «Einfach nur Hammer.» Wenn ihr jemand vor den Spielen gesagt hätte, dass sie in China zweimal Gold gewinnen würde, hätte sie entgegnet: «Träum weiter!» Als Zweite gewann die 41 Jahre alte Amerikanerin Dara Torres in 24,07 Sekunden ihre insgesamt elfte olympische Medaille. Bronze sicherte sich Cate Campbell aus Australien in 24,17 Sekunden. 20 Jahre nach dem Olympiasieg von Kristin Otto war Steffens Erfolg das zweite deutsche Gold auf dieser Strecke. Entscheidend sei gewesen, dass sie vom Kopf her frei gewesen sei, erklärte Britta Steffen. 16.8. Phelps gewinnt siebte Goldmedaille in Peking. (AP) US-Superschwimmer Michael Phelps hat am Samstag über 100 Meter Schmetterling seine siebte Goldmedaille gewonnen und damit den Rekord seines Landsmanns Mark Spitz bei den Olympischen Spielen von 1972 eingestellt. Bei der Staffel am Sonntag kann er sogar seine achte Goldmedaille im achten Rennen holen und damit alleinige Rekordhalter werden. Spitz äußerte sich enthusiastisch über die Siegesserie seines Landsmanns. Phelps schlug in einem Herzschlagfinale eine hundertstel Sekunde vor dem Serben Milorad Cavic nach 50,58 Sekunden an. Cavic, der im Halbfinale Olympischen Rekord mit 50,76 Sekunden geschwommen war, gewann Silber mit 50,59 Sekunden, Bronze ging an den Australier Andrew Lauterstein mit 51,12 Sekunden. Es war das erste Finale in Peking, bei dem Phelps nicht mit einem Weltrekord gewann. Spitz bezeichnete Phelps Siegesserie in Peking als episch. «Das zeigt, dass er nicht nur der größte Schwimmer und der größte Olympionike aller Zeiten, sondern vielleicht auch der größte Athlet aller Zeiten ist», sagte der siebenfache Olympiasieger von München in Detroit. «Er ist der größte Renner, den es jemals auf diesem Planeten gegeben hat.» Er habe sich immer gefragt, wie er sich bei der Einstellung seines olympischen Rekords fühlen würde, der nun 36 Jahre gehalten habe. «Ich bin ekstatisch», erklärte Spitz. «Ich fühle eine riesige Last von meinen Schultern. Jemand hat mir vor Jahren gesagt, man kann einen Charakter nach der Gesellschaft beurteilen, in der man sich befindet, und ich bin einfach glücklich, in der Gesellschaft von Michael Phelps zu sein.» Nach Phelps' sechs Medaillen in Athen sei es eine «ausgemachte Sache» gewesen, dass der 23-Jährige nun in Peking seinen Rekord mit sieben Goldmedaillen einstellt. Und nun erwarte er auch, dass Phelps am Sonntag es auf acht Goldmedaillen bringen wird. Die Amerikaner hätten noch nie bei Olympischen Spielen die Staffel verloren. Natürlich müssten die Jungs bei den Wechseln aufpassen, um eine Disqualifikation zu vermeiden - und die Goldmedaille holen. 15.8. Doping-Kontroverse nach Weltrekord-Flut. (dpa) - Die Weltrekordflut bei den olympischen Schwimm-Wettkämpfen in Peking mit dem schon sechsfachen Goldmedaillen-Gewinner Michael Phelps an der Spitze hat in Deutschland eine Kontroverse über Doping-Spekulationen ausgelöst. Während der dreimalige Olympiasieger Michael Groß vor einer Vorverurteilung der herausragenden Leistungen des Amerikaners warnt, beobachtet Hochsprung-Olympiasiegerin Heike Henkel die Großtaten von Phelps mit «gemischten Gefühlen». Auch der Kölner Doping-Analytiker Wilhelm Schänzer ist skeptisch. «Es würde mich nicht wundern, wenn im Nachhinein noch unerlaubte Mittel entdeckt würden», sagte er in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Unterdessen wurden bei den Peking-Spielen zwei weitere Doping-Fälle bekanntgemacht: Der zweifache Medaillengewinner Kim Jong-Su und die Turnerin Thi Ngan Thuong aus Vietnam sind positiv getestet worden. Der Schütze aus Nordkorea ist der Einnahme des verbotenen Betablockers Propranolol überführt und nachträglich disqualifiziert worden. Er müsse seine Silbermedaille aus dem Wettbewerb mit der Freien Pistole und das Luftpistolen-Bronze zurückgeben, teilte Giselle Davies, Sprecherin des Internationale Olympischen Komitees (IOC), mit. Bei Thi Ngan Thuong Do wurden Spuren des Diuretikums Furosemid gefunden. Bisher hat das IOC 2203 Tests in der chinesischen Hauptstadt durchgeführt. Die niedrige Zahl der positiven Proben sei eine Folge des «erhöhten Bewusstseins bei den Athleten, dass Doping inakzeptabel» sei, betonte Arne Ljungqvist, Vorsitzender der Medizinischen Kommission des IOC. Die Zahlen seien auf jeden Fall «sehr ermutigend». Zuvor war unter der IOC-Hoheit bereits die spanische Radfahrerin Maria Isabel Moreno mit dem Blutdopingmittel EPO erwischt worden Laut Schänzer könne man angesichts der Flut von 21 Welt- und 24 Europarekorden im «Wasserwürfel» von Peking den Missbrauch von illegalen Mitteln nicht ausschließen. «Gewisse leistungsfördernde Mittel wie Insulin oder Fremdblut-Doping können momentan nicht entdeckt werden», berichtete Schänzer. Das IOC hatte angekündigt, alle 4500 Doping-Proben der Pekinger Spiele für einen Zeitraum von bis zu acht Jahren einzufrieren und mit neuen Analysetechniken auch nachträglich zu prüfen. Der einstige deutsche Schwimm-Star Michael Groß sieht dagegen in den außergewöhnlichen Leistungen in Peking keinen Grund für einen Generalverdacht. «Ich würde mir verbitten zu sagen, das geht nur mit Doping», sagte er im Interview mit dem «Deutschlandradio Kultur». Wenn das so wäre, «müssten wir die Spiele einstellen und sie 'Olympischen Zirkus' nennen». Hinter den extremen Leistungen stehe vor allem die starke Professionalisierung des Sports. Das habe zunächst einmal nichts mit Doping zu tun, meinte Groß. Der lange Oberkörper von Michael Phelps, sein extremer Beinschlag sowie die Technik der Startsprünge und Wenden seien die halbe Miete des Erfolgs, glaubt der einstige Weltklasse-Schwimmer: «Er benutzt seinen Armzug wie eine Wand, um sich daran hochzuziehen. Da ist tierisch Power dahinter, die seine Leistungs-Dimension erklärt.» Bereits seit dem 15. Lebensjahr schwimme der Amerikaner auf extrem hohem Niveau. Seine Entwicklungs-Kurve sei nachvollziehbar und relativ normal. «Das Einzige was mich beeindruckt und erstaunt, ist dieses extrem hohe Leistungsniveau mehrfach hintereinander. Das ist schon fast unmenschlich», äußerte Groß. «Vielleicht wäre es für ihn mal gut, wenn er ein Rennen verliert, um zu zeigen, dass er kein Übermensch ist.» Einen solchen Persilschein mag Phelps die frühere Hochspringerin Heike Henkel nicht ausstellen. «Wenn ich die Zeiten sehe, werde ich skeptisch. Da frage ich mich schon: Wie ist das möglich ohne unterstützende Mittel?», sagte die Olympiasiegerin von 1992 «Zeit online». «Dass er nur wegen seines speziellen Schwimm-Anzugs so schnell schwimmt, kann ich mir nicht vorstellen.» Sie verstehe, wenn gegen Sportler ein Generalverdacht besteht und könne «nachvollziehen, dass ein Großteil des Publikums den Glauben verloren hat». 15.8. Sechstes Gold für Phelps - erstes für Deutschland. (dpa) Britta Steffen hat mit Gold über 100 Meter Freistil den Befreiungsschlag für das deutsche Schwimm-Team gelandet. In 53,12 Sekunden schaffte die 24-jährige Berlinerin im «Wasserwürfel» von Peking den ersten Olympiasieg für Deutschlands Schwimmer seit Dagmar Hase 1992 in Barcelona. «Es ist ein Wahnsinnsgefühl. Ich hätte nie gedacht, dass mir hier der Durchbruch gelingt», jubelte Steffen nach ihrem Sieg in einem packenden Endlauf. Nach 50 Metern war sie noch Letzte - dann ging die Post ab: Der australischen Favoritin Lisbeth Trickett blieb nach einem unwiderstehlichen Spurt von Britta Steffen in 53,16 Sekunden nur Silber. Bronze ging an die Amerikanerin Natalie Coughlin (53,39). «Mein Trainer hat gesagt, ich soll auf den zweiten 50 Metern durchziehen und das habe ich gemacht. Das ist so geil», sagte die Berlinerin, die wenig später bei der Siegerehrung mit Tränen in den Augen der deutschen Hymne lauschte. Michael Phelps schwamm über 200 m Lagen in 1:54,23 Minuten im sechsten Finale mit dem sechsten Weltrekord zum sechsten Gold. Mit achtmal Gold will Phelps den Rekord seines Landsmannes Mark Spitz mit sieben Olympiasiegen 1972 in München brechen. Mit nun insgesamt zwölfmal Gold ist Phelps der erfolgreichste Athlet in der Olympia- Geschichte. Silber über 200 m Lagen gewann mit Europarekord in 1:56,52 Minuten der Ungar Laszlo Cseh vor Ryan Lochte (USA/1:56,53). Ohne Bestmarken lief so gut wie nichts im Olympia-Becken von Peking. Lochte holte beim amerikanischen Doppelsieg über 200 m Rücken Gold mit Weltrekord in 1:53,94 Minuten vor Aaron Peirsol (1:54,33) und dem Europarekord schwimmenden Russen Arkadi Wjatschanin (1:54,93). Rebecca Soni (USA) verwies in 2:20,22 Minuten über 200 m Brust die Australierin Leisel Jones (2:22,05) mit Bestzeit auf Platz zwei. Die Norwegerin Sara Nordenstam sicherte sich in 2:23,02 mit kontinentaler Bestzeit Bronze. Es war die erste Schwimm-Medaille für Norwegens Frauen in der Olympia-Geschichte. 15.8. Popeye schwört jetzt auf Vitamine: Der französische Muskelberg Alain Bernard gewinnt die 100 m Crawl [mehr ...]. 14.8. Rigamonti sang- und klanglos ausgeschieden. (si) Flavia Rigamonti hat an ihrer dritten Teilnahme an Olympischen Spielen die Finalqualifikation deutlich verpasst. Die 27-Jährige blieb über 800 m Crawl in 8:28,67 drei Sekunden über ihrem Rekord und schied als Dreizehnte aus. Flori Lang schwamm über 50 m Crawl in 22,27 Sekunden Rekord und gewann seinen Vorlauf. Als Neunzehnter verpasst der 25-Jährige aber die Halbfinal-Qualifikation um eine Zehntelsekunde. Für Flavia Rigamonti hat in Peking der letzte wettkampfmässige Einsatz in ihrer Karriere mit einer riesigen Enttäuschung geendet. Die 27-jährige Tessinerin schied über 800 m Crawl sang- und klanglos aus. 14.8. Wiederum fallen die Rekorde. (dpa) Die australische 4 x 200 Meter Freistil-Staffel der Frauen hat bei den Schwimm-Wettbewerben in Peking den 18. Weltrekord markiert und die Goldmedaille gewonnen. Stephanie Rice, Bronte Barratt, Kylie Palmer und Linda Mackenzie siegten in 7:44,31 Minuten vor China (7:45,93) und den USA (7:46,33) und verbesserten die alte Bestmarke der US-Staffel vom WM-Sieg am 29. März 2007 in Melbourne um 5,78 Sekunden. Auf Platz vier schwamm die Staffel Italiens, die in 7:49,76 einen Europarekord aufstellte. Für Stephanie Rice ist es die dritte Goldmedaille in Peking. Die 20-Jährige hatte bereits über 200 und 400 Meter Lagen in Weltrekordzeit gewonnen. Mit dem ersten Weltrekord einer Chinesin seit elf Jahren gewann Zige Liu beim China-Doppelsieg über 200 m Schmetterling unter dem frenetischen Jubel der 11 000 Zuschauer in 2:04,18 Minuten Gold vor Liuyang Jiao (2:04,72). Weltrekordhalterin und Weltmeisterin Jessicah Schipper aus Australien musste sich in 2:06,26 Minuten mit Bronze begnügen. US-Superstar Michael Phelps buchte über 200 m Lagen locker sein sechstes Finale. Der Franzose Alain Bernard holte sich über 100 m Freistil in 47,21 Sekunden Gold vor dem australischen Weltrekordler Eamon Sullivan (47,32). Bronze teilten sich zeitgleich in 47,67 Sekunden der Amerikaner Jason Lezak und Cesar Cielo Filho aus Brasilien. Für Frankreichs Männer war es das erste Gold seit Jean Boiteux 1952 in Helsinki (200 m Freistil). Der japanische Doppel-Olympiasieger von Athen, Kosuke Kitajima, gewann nach den 100 m auch die 200 m Brust. In 2:07,64 Minuten, 13/100 Sekunden über seinem Weltrekord, siegte er vor dem Australier Brenton Rickard (2:08,88) und Hugues Duboscq aus Frankreich (2:08,94). 14.8. Alain Bernard genießt «größten Tag meines Lebens». (dpa) - Alain Bernard ließ seine mächtigen Muskeln spielen - 47,21 Sekunden lang. Dann durfte der Mann von der Cote d'Azur den imaginären Thron als König der Freistilschwimmer besteigen. «Das ist der größte Tag meines Lebens. Was habe ich dafür geschuftet», entfuhr es dem Olympiasieger, der US-Superstar Michael Phelps in Peking für einen Tag die Schau stahl. Bernards Landsleute auf den Tribünen des mit 11 000 Besuchern voll besetzten «Wasserwürfels» feierten die erste olympische Goldmedaille eines Franzosen seit Jean Boiteux 1952 in Helsinki (200 m Freistil) im Überschwang - und der 25-jährige Bernard ließ sich feiern wie einst Napoleon. Mächtig keulte Bernard durch das drei Meter tiefe Wasser des Olympia-Pools. Der im Vergleich mit dem Franzosen geradezu filigran gebaute Weltrekordler Eamon Sullivan, 1,89 m groß und 78 kg schwer, wurde im finalen Kampf um die Krone des olympischen Schwimmsports für zu leicht befunden. 11/100 Sekunden nach Bernard griffen die Hände des 22-jährigen Australiers an die elektronische Matte - zu spät für Gold, aber klar ausreichend für Silber vor den in 47,67 zeitgleichen Jason Lezak (USA) und Cesar Cielo Filho (Brasilien). Spätestens mit dem olympischen Showdown ist ein neues Zeitalter in der Historie des 100-m-Freistilschwimmens angebrochen. Acht Jahre hatte der Weltrekord (47,84) des als Olympiasieger abgelösten Niederländers Pieter van den Hoogenband Bestand. Dann kamen Bernard und Sullivan - und stellten in kurzer Zeit alles auf den Kopf. 47,60 erzielte der Franzose am 21. März in Eindhoven, einen Tag später war er bei der EM noch einmal 1/10 Sekunde schneller. In Peking purzelte diese Marke durch Sullivan als Startschwimmer der australischen Staffel auf 47,24. Dann lieferten sich beide im Halbfinale ein unglaubliches indirektes Duell: Bernard legte 47,20 vor, Sullivan konterte zwei Minuten später mit 47,05. Dass es im Medaillenkampf «nur» zu 47,21 Sekunden reichte, störte Bernard nicht. Mit einem Augenzwinkern Richtung Tribüne deutete er beim Abspielen der Marseillaise das an, was er später auch offen ansprach: «Heute ging es nicht um Silber oder den Weltrekord. Es ging nur darum, als Erster an der Wand zu sein.» Und dieses großartige Gefühl will er genießen, obwohl ihm der Weltrekord abhanden kam: «Der ist zwar weg - aber ich bin Olympiasieger. Und das hält vier Jahre.» 14.8. Pieter van den Hoogenband tritt zurück. (dpa) - Der internationale Schwimmsport büßt mit dem olympischen Finale über 100 Meter Freistil einen seiner Protagonisten ein. Der Niederländer Pieter van den Hoogenband erklärte im Anschluss an den fünften Platz noch in Peking seinen Rücktritt. «Die sind zu schnell. Es ist eine neue Generation. Für mich ist die Zeit gekommen, beiseite zutreten», sagte der 30-Jährige. Der «fliegende Holländer», wie van den Hoogenband in der Schwimm-Szene genannt wird, vergab im Kampf um die Medaillen als Fünfter in 47,75 Sekunden die Chance, als erster Mann dieselbe olympische Distanz dreimal hintereinander zu gewinnen. 2000 in Sydney und 2004 in Athen hatte der Sohn eines Mediziners olympisches Gold geholt. Er war jahrelang einer der Widersacher des Australiers Ian Thorpe, den er bei den Spielen in Sydney vor acht Jahren über 200 m Freistil bezwang. «Das ist mein letztes Rennen», kündigte van den Hoogenband nach der klaren Niederlage gegen seinen französischen Nachfolger Alain Bernard und den zweitplatzierten Australier Eamon Sullivan an. Van den Hoogenbands Weltrekord von 47,84 hatte acht Jahre Bestand. Seit März drückten Bernard und Sullivan diese Marke über 47,60 und 47,50 (Bernard) auf 47,24 (Sullivan). Im olympischen Halbfinale unterbot Bernard diese Zeit erneut, ehe Sullivan zwei Minuten später mit 47,05 konterte. Im Endlauf blieb diese Leistung beim ersten Olympiasieg eines französischen Schwimmers seit 1952 unangetastet. Bernard gewann mit 47,21 13.8. Gold Nummer 4 und 5 für Phelps. (si) Der US-Boy ist weiterhin auf bestem Weg, den olympischen Rekord von 7 Goldmedaillen (Mark Spitz 1972) zu brechen. Phelps gewann über 200 m Delfin und mit der amerikanischen 4x200-m- Crawl-Staffel seine 4. und 5. Goldmedaille. Phelps hat in den nächsten vier Tagen sogar die Gelegenheit, Spitz' Leistung noch zu übertreffen. Der 23-Jährige aus Baltimore tritt in Peking noch über die 100 m Delfin, 200 m Lagen und 4x100 m Lagen an. Mit den beiden Goldmedaillen vom Mittwoch hat er ausserdem die Spitzenposition als erfolgreichster Olympionike aller Zeiten übernommen. Phelps ist nun bereits elffacher Olympiasieger, kein anderer Olympia-Teilnehmer hat mehr als neun Goldmedaillen gewonnen. Die vier Finals am vierten Finaltag in Peking wurden allesamt mit Weltrekord entschieden. Ingesamt gab es am Mittwoch im "Wasserwürfel" gleich ein halbes Dutzend Bestmarken zu verzeichnen. Über 200 m Delfin schlug Phelps in 1:52,03 an, sechs Hundertstel schneller als im März 2007 in Melbourne. Silber ging an Laszlo Cseh (Un), Bronze an Takeshi Matsuda (Jap). In der Staffel übernahmen die USA dank Startschwimmer Phelps gleich die Führung. Die Frage war nie, ob der Weltrekord fallen würde, sondern um wieviel. Am Schluss war das amerikanische Quartett in 6:58,56 um 4,68 Sekunden schneller als im Vorjahr an den WM. Mit über fünf Sekunden Rückstand klassierten sich die Russen als Zweite, die Australier ergatterte sich den letzten Podestplatz. Bei den Frauen senkte zunächst Federica Pellegrini (It) über 200 m Crawl ihre eigene Bestmarke um 0,62 Sekunden auf 1:54,82. Mit der Slowenin Sara Isakovic (2.) und der Chinesin Pang Jiaying (3.) blieben zwei weitere Schwimmerinnen unter dem Weltrekord. Über 200 m Lagen setzte sich Stephanie Rice gegen Kirsty Coventry (Simb) um 14 Hundertstel durch. Die Australierin verbesserte in 2:08,45 ihren eigenen Rekord um 0,47 Sekunden. Über 100 m Crawl riss im ersten Halbfinal zunächst der Franzose Alain Bernard (47,20) den Weltrekord an sich. Drei Minuten später zog aber der Australier Eamon Sullivan in 47,05 nach. 13.8. Meichtry im 100-m-Halbfinal out. Der 23-jährige St. Galler klassierte sich in 49,58 im Halbfinal als 16. und Letzter. Er blieb dabei 1,03 Sekunden über seinem Schweizer Rekord, den er im Vorlauf vom Dienstag aufgestellt hatte. Für Meichtry war dies der letzte Einsatz an den Olympischen Spielen. Der Ostschweizer hatte innert vier Tagen sieben Einsätze bestritten. Als Bestresultat hat er den 6. Platz über 200 m Crawl vorzuweisen. 13.8. Meichtry mit Landesrekord über 100 m Crawl. (si) Dominik Meichtry (23) hat sich auch über 100 m Crawl als Vorlauf-15. für die Halbfinals qualifiziert. In 48,55 gelang ihm in Peking erneut ein Schweizer Rekord. Der St. Galler unterbot seine erst am Sonntag in der Staffel erzielte Bestleistung nochmals um 0,41 Sekunden. Trotzdem musste Meichtry zunächst noch um den Einzug in die Halbfinals der besten 16 bangen. Sein nationaler Rekord reichte unter den 64 Startenden vorerst nur zum 16. Platz, den er sich mit Christian Galenda teilte. Dies hätte bedeutet, dass der 200-m-Olympiafinalist um den letzten Halbfinalplatz gegen den Italiener zum Stechen antreten muss. Doch weil sich mit dem Serben Milorad Cavic ein weiter vorne klassierter Teilnehmer zum Rückzug entschloss, entfiel der so genannte "Swimm-off" zwischen Meichtry und Galenda. 100-m-Vorlaufschnellster war der Weltrekordhalter Eamon Sullivan. Der Australier blieb wie Stefan Nystrand (Sd), Brent Hayden (Ka), Alain Bernard (Fr) und Pieter van den Hoogenband (Ho) unter 48 Sekunden. 12.8. Phelps fliegt zu drittem Gold. Michael Phelps hat mit Weltrekord von 1:42,96 Minuten über 200 Meter Freistil in seinem dritten Finale von Peking die dritte Goldmedaille gewonnen. Silber holte in 1:44,85 Minuten der Südkoreaner Tae Hwan Park vor dem Amerikaner Peter Vanderkaay (1:45,14). Phelps, der den Rekord seines Landsmanns Mark Spitz mit siebenmal Gold 1972 in München übertreffen will, ließ der Konkurrenz am Dienstag im olympischen "Wasserwürfel" keine Chance. Bei der Anzahl der Olympia- Medaillen zog Phelps (9-0-2) mit Spitz (9-1-1) gleich. Damit hat Phelps jetzt schon Geschichte geschrieben. Mit insgesamt neunmal Olympia-Gold steht er nun auf einer Stufe mit den Leichtathletik-Legenden Paavo Nurmi und Carl Lewis, der Turnerin Larisa Latynina und seinem Landsmann Mark Spitz. "Das ist ganz sicher eine Ehre. Echt, das ist ziemlich aufregend", sagte Phelps. Niemand zweifelt mehr daran, dass der 23 Jahre alte Sunnyboy bei acht geplanten Starts den Rekord von Spitz mit siebenmal Gold 1972 in München brechen und die Marke auf 14 Goldmedaillen schrauben wird. Siegertyp Phelps ließ auf dem Weg zum ersten Olympiasieg eines Amerikaners über 200 m Freistil seit Montreal 1976 nichts anbrennen. Größte Motivation für ihn war der dritte Platz von Athen 2004. Phelps: "Ich hasse Niederlagen, das treibt mich an." Silber holte in 1:44,85 Minuten der Südkoreaner Tae Hwan Park. Wie Spitz (9-1-1) hat Phelps (9-0-2) jetzt elf Olympia-Medaillen gewonnen. Für sein enormes Arbeitspensum von Peking hält er sich mit einem einfachen Rezept fit: "Pasta und Pizza und lange schlafen." Phelps muss den Gold-Auftrag der USA nicht alleine abarbeiten. Mit Weltrekord Nummer zehn schwamm Aaron Peirsol in 52,54 Sekunden zum Sieg über 100 m Rücken. Gold über 100 m Rücken der Frauen ging in 58,96 Sekunden wie in Athen 2004 an Natalie Coughlin. Allein die australische Weltrekordhalterin Leisel Jones konnte über 100 m Brust in 1:05,17 Minuten die amerikanische Gold-Kette durchbrechen. Weltrekord Nummer zehn der olympischen Schwimm-Wettbewerbe markierte der Amerikaner Aaron Peirsol in 52,54 Sekunden bei seinem souveränen Sieg über 100 m Rücken vor seinem Landsmann Matt Grevers (53,11). Der Russe Arkadi Wjatschanin und Hayden Stoeckel aus Australien gewannen zeitgleich in 53,18 Sekunden Bronze. Gold über 100 m Rücken der Frauen ging wie in Athen 2004 an die Amerikanerin Natalie Coughlin. Es war der zehnte US-Olympiasieg in dieser Disziplin seit 1924. Die Weltmeisterin siegte in 58,96 Sekunden vor Kirsty Coventry aus Simbabwe (59,19), die ihr im Halbfinale noch den Weltrekord "geraubt" hatte. Bronze ging an Margaret Hoelzer (USA/59,34). Die Britin Gemma Spofforth schwamm als Vierte in 59,38 Sekunden Europarekord. Die 100 m Brust gewann die australische Weltrekordhalterin und Weltmeisterin Leisel Jones in 1:05,17 Minuten vor Rebecca Soni aus den USA (1:06,73). Bronze ging in 1:07,34 Minuten an die Österreicherin Mirna Jukic. Europarekord Nummer zehn markierte der Russe Nikolai Skworzow in 1:54,31 Minuten im Halbfinale über 200 m Schmetterling. Schnellster war Michael Phelps, der sich in 1:53,70 Minuten locker seinen vierten Finalplatz buchte [Results Swimming] [Schwimmberichte]. 12.8. Respektabler sechster Rang für Dominik (von Lorenz Liechti Swiss Swimming). Die Erwartungen und Hoffnungen waren hoch, die in Dominik Meichtry gesteckt wurde. In seinem ersten Final lag sozusagen von der Silbermedaille bis zum achten Rang alles drin. Am Ende resultierte ein guter und respektabler sechster Platz für ihn, über den er sich sehr freute: „mit dem Rang bin ich sehr zufrieden – aber eine schnellere Zeit hätte ich mir schon erhofft.“ In der Tat schwamm Meichtry ein couragiertes Rennen und lag bei 50 und 100m auf dem zweiten beziehungsweise dritten Rang, verbrauchte dabei aber zu viel Energie. „Ich bin nicht richtig durchs Wasser geglitten und spürte zu wenig Druck“, so war sein erster Eindruck. Bei 50m lag er praktisch gleich auf, wie bei seiner Leistung im Vorlauf. Schon bei Rennhälfte handelte er sich aber einen Rückstand von vier Zehntel ein, der bis am Ende gar auf 1.15 Sekunden anstieg. In 1:46.95 schwamm Meichtry zwar immer noch die drittschnellste Zeit seiner Karriere, wäre aber mit der Vorlaufzeit Vierter geworden. Für eine Medaille hätte er sich allerdings enorm steigern müssen: Bronze ging in 1:45.14 an Peter Vanderkaay. Ein Rennen gegen sich selbst schwamm Michael Phelps, der bei seiner „Mission Gold“ vom ersten Meter an klar machte, wer gewinnen würde. In 1:42.96 gewann der amerikanische Superstar zum dritten Mal Gold in Weltrekordzeit. Im Gegensatz zu vielen anderen Schwimmern scheint es ihm bis jetzt auch überhaupt nichts auszumachen, dass die Halbfinals und Finals am Morgen ausgetragen werden. In einigen Disziplinen war bisher zu beobachten, dass sich nur wenige Schwimmer gegenüber dem Vorlauf am Abend vorher steigern können. Dies wiederum mag nicht allein an der frühen Morgenstunde liegen, sondern hat auch damit zu tun, dass die Leistungsdichte enorm gross geworden ist und praktisch alle Athleten schon im Vorlauf an die Leistungsgrenze gehen müssen, um den Sprung in die nächste Runde zu schaffen [Results Swimming] [Schwimmberichte]. 11.8. Peking 2008 - Zweites Gold für Phelps nach Staffel-Drama. (dpa) In einem Herzschlag-Finale zog das US-Team mit Phelps, Garrett Weber-Gale, Cullen Jones und Jason Lezak in letzter Sekunden noch an Frankreich vorbei und gewann in Weltrekordzeit von 3:08,24 Minuten. Das Quartett verbesserte seine am Sonntag aufgestellte eigene Bestmarke im Finale um 3,99 Sekunden. Platz drei hinter Frankreich (3:08,32) ging an Australien (3:09,91). Als Startschwimmer der australischen Staffel erzielte Eamon Sullivan in 47,24 Sekunden einen Weltrekord über 100 Meter Freistil. Die Franzosen schwammen im "Wasserwürfel" von Peking Europarekord. Den Olympiasieg über 400 Meter Freistil sicherte sich die erst 19-jährige Britin Rebecca Adlington. Sie setzte sich überraschend in 4:03,22 Minuten vor Katie Hoff aus den USA (4:03,29) und der Britin Joanne Jackson (4:03,52) durch. Die Olympia-Siegerin von Athen 2004, Laure Manaudou aus Frankreich, wurde im Finale in 4:11,26 nur Achte. Einen Weltrekord über 100 Meter Brust stellte Kosuke Kitajima auf. Der 25-jährige Japaner gewann Gold in 58,91 Sekunden vor dem Norweger Alexander Dale Oen (59,20) und dem Franzosen Hugues Duboscq (59,37). Oen hat als erster norwegischer Schwimmer eine Olympia- Medaille gewonnen, nachdem er im Halbfinale in 59,16 Sekunden einen Europarekord erzielt hatte. Für einen weiteren Weltrekord sorgte Kirsty Coventry aus Simbabwe über 100 Meter Rücken. Die Olympia-Zweite über 400 Meter Lagen schaffte in 58,77 Sekunden und war damit um 2/10 schneller als die amerikanische Olympiasiegerin von 2004, Natalie Coughlin, am 1. Juli 2008 bei den US-Trials in Omaha. 11.8. Neuseeländerin taucht 151 Meter weit - Weltrekord. (si) Die 29-jährige Architektin Kathryn McPhee aus Wellington schwamm mit eigener Atemluft 2 Minuten 48 Sekunden unter Wasser. Jetzt steht die Weltmeisterschaft in Ägypten an.151 Meter weit getaucht: Kathryn McPhee. Mit ihrem Rekord tauchte die Neuseeländerin am Wochenende zwei Meter weiter als die bisherige Rekordhalterin Natalja Molchanowa aus Russland. McPhee stellte ihren Rekord bei den nationalen Meisterschaften Neuseelands auf. Der Weltrekord im sogenannten Apnoe- oder Freitauchen, dem Tauchen mit eigener Atemluft, wurde in einem 25-Meter-Schwimmbecken aufgestellt. Die Weltmeisterschaft im Freitauchen findet im September Sharm al-Sheikh in Ägypten statt. 11.8.2008 (von Lorenz Liechti: Swiss Swimming) Dominik Meichtry steht im Olympischen Final über 200m Freistil! Der St. Galler erarbeitete sich diesen Erfolg mit der nötigen Portion Glück und einem beherzten Rennen. Erst in letzter Minute wurde bekannt, dass Brent Hayden auf den Halbfinal verzichtet hatte, wodurch sich die ganze Laufeinteilung änderte. Meichtry schwamm so im Sandwich zwischen Superstar Phelps und dem 400 Meter Olympiasieger Taehwan Park aus Südkorea. Der Schweizer wollte die gleiche Taktik anwenden wie im Vorlauf, wo er unbeirrt sein eigenes Rennen absolvierte. Im Halbfinal kam er zwar nicht ganz an die gestrigen Zwischenzeiten heran, lag aber bis 150m in Führung (25.08 / 51.64 / 1:18.83). Auf den letzten Metern drehten dann seien Gegner auf und Meichtry musste sich überholen lassen. in 1:46.54 war er 74 Hundertstel langsamer als gestern und belegte „nur“ Rang 6 in seinem Halbfinal. Da jedoch der erste Lauf deutlich langsamer war, reichte es dem 23-jährigen als insgesamt siebtschnellster für die Finalqualifikation. An siebter Stelle steht Meichtry auch weiterhin in der ewigen Weltbestenliste, nur die beiden Amerikaner Phelps und Vanderkaay haben im Final eine persönliche Bestzeit stehen, die schneller ist als diejenige von Meichtry. „Ich wusste, dass Phelps nach der letzten Wende stark aufkommen würde“, analysierte der US-Student sein Rennen. „Die Taktik ist aufgegangen und ich habe den Plausch, dass ich meinen ersten grossen Final erreicht habe. Jetzt muss ich einfach sehr viel schlafen bis morgen, letzte Nacht bekam ich nur drei Stunden Schlaf“ Der Final findet am Dienstagmorgen um 4:15 Uhr Schweizer Zeit statt. Meichtry Vorlaufschnellster Dass die 400m Freistil gestern eben doch nur ein Aufwärmrennen waren, bewies Dominik Meichtry schon auf den ersten Metern bei seinem heutigen Einsatz über die halbe Distanz. Auch die beiden Olympiasieger in seinem Vorlauf (Phelps und Park) schauten tatenlos zu, wie der Ostschweizer unaufhaltsam davonzog und in 1:45.80 die schnellste Zeit aller Vorlaufteilnehmer aufstellte. Er verbesserte dabei seinen Schweizerrekord um nicht weniger als 1.38 Sekunden und belegt damit den siebten Rang in der ewigen Weltbestenliste über diese Distanz. Ausser Pieter van den Hoogenband war noch nie ein Europäer schneller als Meichtry. „Es hat schon ein bisschen weg getan am Ende aber ich sagte mir einfach Gring abe…“, kommentierte er nach seinem Exploit und schaute guten Mutes auf den bevorstehenden Halbfinal, der in der Nacht auf Montag um 4:15 Uhr stattfinden wird. „Ich konzentriere mich einfach auf die Routine, die ich mir vorgenommen habe und gehe mit der genau gleichen Taktik ins Rennen morgen. Und dann schauen wir mal, ob ich noch ein zweites Mal schneller als Phelps bin“, meinte er mit einem Augenzwinkern. Massacand mit Rekord Der Genfer Jonathan Massacand unterbot bei seinem ersten Einsatz im National Aquatics Center seinen eigenen Schweizerrekord über 100m Rücken. Er schlug nach 55.21 Sekunden an - drei Hundertstel schneller an als an den Europameisterschaften in Eindhoven udn wurde damit 27. Für die Halbfinalqualifikation hätte der 24-jährige allerdings eine Zeit von 54.62 Sekunden schwimmen müssen. 2004 wäre Massacand mit seiner Zeit von heute locker ins Halbfinale eingezogen, damals reichten 55.80 Sekunden für die Qualifikation. Rigamonti besteht „Schnelligkeitstest“ Flavia Rigamonti strebte über 400m Freistil einen neuen Schweizerrekord an und wollte in erster Linie ihre Schnelligkeit auf ihre Paradestrecke 800m testen. In 4:09.59 verfehlte sie ihr Ziel zwar um drei Zehntelsekunden, war aber dennoch sehr zufrieden mit ihrer Form ud dem 14. Rang: „es fühlt sich alles sehr gut an und ich blicke zuversichtlich auf mein Hauptrennen“, sagte die Tessinerin nach ihrem Wettkampf. Auch bei Rigamonti wäre eine Finalqualifikation eine kleine Sensation gewesen. 4:04.93 genügten Laure Manaudou gerade noch für den achten Rang in den Vorläufen. Staffelhighlight zum Abschluss Mit grossen Ambitionen trat die 4x100m Freistilstaffel der Männer an. Final hiess das Ziel und eine deutliche Verbesserung des Schweizerrekordes. In 3:16.80 pulverisierte das Quartett mit Meichtry (48.96), Karel Novy (48.60), Flori Lang (49.34) und Adrien Perez (49.90) die alte Bestzeit förmlich und schwamm deutlich schneller als die grössten Optimisten der Staffel zugetraut hatten. 2.42 Sekunden waren die Schweizer schneller als bei ihrem bisherigen Rekord vor 17 Monaten in Melbourne. Noch schneller schwamm allerdings die Konkurrenz. Was an vergangenen Olympischen Spielen ohne Ausnahme immer für einen Platz unter den besten 8 gut war, reichte den Schweizern heute zu Rang 13. Enttäuscht darf allerdings keiner der Männer sein. Meichtry verbesserte als Startschwimmer den Schweizerrekord und blieb in 48.96 erstmals unter 49 Sekunden. Auch Novy, Lang und Perez bleiben unter ihren persönlichen Bestzeiten. Kleiner Trost für die verpasste Finalqualifikation: erstmals in der Geschichte schlugen die Schweizer die Deutsche Nationalstaffel – und zwar gleich um über eine Sekunde. 9.8. Meichtry schneller als Superstar Phelps. (si) Der Schweizer Dominik Meichtry sorgte im Vorlauf über 200 m Crawl für einen Paukenschlag.Starke Leistung im Wasser: Meichtry schwamm der Konkurrenz davon Mit 1:45,80 Minuten erreichte der 23-jährige St. Galler die beste Zeit aller Teilnehmer. Meichtry blieb auch um 0,68 Sekunden schneller als Superstar Michael Phelps (USA). Er verbesserte den Schweizer Rekord um 1,38 Sekunden und qualifizierte sich souverän für den Halbfinal. In China will Meichtry in seiner Spezialdisziplin den Final erreichen. Vor vier Jahren in Athen schaffte es der in den USA studierende Schweizer in den Halbfinal. Schon mit seinem alten Schweizer Rekord, den er im April auf 1:47,18 gesetzt hatte, sorgte Meichtry für grosses Aufsehen. Die von Meichtry in Peking erreichte Vorlaufzeit ist die weltweit siebentbeste Marke aller Zeiten. Nur ein Europäer war überdies bis dato schneller als Meichtry am Sonntag: der Holländer Pieter van den Hoogenband mit 1:44,89. 9.8.Staffel scheidet trotz Doppelrekord aus. (si) Obschon sie zwei Schweizer Rekorde auf einen Schlag bewerkstelligte, schied die 4x100-m-Crawl-Staffel der Männer aus. Dominik Meichtry schaffte es als Startschwimmer in 48,96 als erster Schweizer unter 49 Sekunden. Die Staffel mit Meichtry, Flori Lang, Karel Novy und Adrien Perez stellte mit 3:16,80 Minuten ebenfalls einen Landesrekord auf, belegte im Vorlauf aber den letzten Platz. Die Schweizer 800-m-Hoffnung Flavia Rigamonti schied über 400 m Crawl ebenfalls aus. Das gleiche Schicksal wiederfuhr dem Romand Jonathan Massacand, dem über 100 m Rücken mit 55,21 ein Landesrekord glückte. 9.8. US-Staffel schwimmt Vorlauf-Weltrekord. (dpa) - Die US-Schwimmstaffel der Männer hat bei den Olympischen Spielen in Peking den Weltrekord über 4 x 100 Meter Freistil schon im Vorlauf in 3:12,23 Minuten unterboten. Die Amerikaner blieben 23/100 Sekunden unter ihrer zwei Jahre alten Bestmarke von 3:12,46 Minuten, erzielt am 19. August 2006 in Victoria/Kanada. Das Quartett aus Frankreich schwamm in 3:12,36 Minuten in seinem Vorlauf Europarekord 9.8. Test Meichtrys nicht ganz geglückt. Im Vorfeld angekündigt, dass er dieses Rennen nur als ein Test für die bevorzugte 200-m-Distanz vom Sonntag ansieht. (si) In 3:50,55 verfehlte Dominik Meichtry seinen vor zwei Monaten aufgestellten Schweizer Rekord über 400 m Crwal trotzdem nur um nur vier Hundertstel. Für die Finalqualifikation – auf den Distanzen über 200 m werden keine Halbfinals geschwommen – hätte der Ostschweizer allerdings rund sechs Sekunden früher anschlagen müssen. Aus internationaler Sicht interessierte im mit 17'000 Zuschauer ausverkauften National Aquatics Center der erste Auftritt von Michael Phelps. Über 400 m Lagen liess der amerikanische Superstar, der in Peking in fünf Einzel- und drei Staffelrennen an den Start geht, bereits im Vorlauf nichts anbrennen. In 4:07,82 distanzierte Phelps die Konkurrenz um 1,44 Sekunden und mehr [Results Swimming]. 7.8. Olympische Spiele – das Programm. (Swiss Swimming) Die Olympischen Spiele in Peking stehen vor der Türe. Am Freitag, 8. August um 14 Uhr Schweizer Zeit werden sie eröffnet, gleich am Tag danach geht es los mit den Schwimmwettkämpfen. Hier ist das genaue Programm der Schwimmwettkämpfe. Die Vorläufe werden in Peking am Abend, die Halbfinals und Finals am Morgen ausgetragen. Für die Zuschauer in der Schweiz bedeutet dies: mittags um 12.30 starten die Vorläufe, die Halbfinals und Finals jeweils um 4 Uhr in der früh. Die Schweizer stehen wie folgt im Einsatz (allfällige Halbfinals und Finals finden am darauf folgenden Tag statt): Samstag, 9. August ca. 13:15 Uhr (alle Angaben in Schweizer Zeit): 400m Freistil Vorlauf mit Dominik Meichtry Sonntag, 10. August ca. 12:45 Uhr: 200m Freistil Vorlauf mit Dominik Meichtry ca. 14:00 Uhr: 100m Rücken Vorlauf mit Jonathan Massacand ca. 14:30 Uhr: 400m Freistil Vorlauf mit Flavia Rigamonti ca. 15:00 Uhr. 4x100m Freistilstaffel Vorlauf mit Flori Lang, Dominik Meichtry, Karel Novy und Adrien Perez (Reihenfolge wird noch festgelegt) Montag, 11. August Keine Einsätze der Schweizer in den Vorläufen Dienstag, 12. August ca. 12:30 Uhr: 100m Freistil Vorlauf mit Dominik Meichtry Mittwoch, 13. August ca. 13:00 Uhr: 200m Rücken Vorlauf mit Jonathan Massacand Donnerstag, 14. August ca. 12:30 Uhr: 50m Freistil Vorlauf mit Flori Lang ca. 13:00 Uhr: 800m Freistil Vorlauf mit Flavia Rigamonti Mittwoch, 20. August 3:00 Uhr Start zum 10km Marathon der Frauen mit Swann Oberson (Zielankunft ca. 5:00 Uhr) 7.8. Nackt-Protest von US-Schwimmerin Beard abgeblasen. (dpa) - Schwimm-Olympiasiegerin Amanda Beard hat ihr Vorhaben, in Peking nackt gegen die Herstellung und Verwendung von Pelzen zu protestieren, wieder abgeblasen. Die Aktion der Tierrechtsorganisation Peta war für Mittwoch vor der Schwimmhalle in der Olympia-Stadt geplant. Die chinesischen Behörden hatten das Unterfangen aus «Gründen der öffentlichen Sicherheit» untersagt. Beard hielt jedoch vor dem olympischen Dorf ein Plakat hoch, auf dem sie nackt zu sehen ist. Darüber steht der Slogan: «Fühl dich wohl in deiner Haut. Trage keinen Pelz!» Jason Baker, der für Asien und den Pazifischen Raum zuständige Peta-Sprecher, sagte, der Protest sei «etwas weniger dramatisch ausgefallen, als wir geplant hatten». Die Sicherheitsbehörden hätten keine Gründe für das Verbot angeben. Die 26-jährige Beard, von der schon Nacktfotos in Zeitschriften zu sehen waren, beteiligt sich an den Peta-Aktionen, weil sie Tiere liebe und es schrecklich sei, auf welche Art modische Pelze hergestellt werden. «Es ist herzzerreißend, wenn den Tieren bei lebendigem Leib das Fell abgezogen wird. Deshalb ist es ein wichtiges Anliegen, und ich bin stolz, bei den Aktionen mitwirken zu können.» Nun wolle sie sich allerdings auf ihren Sport konzentrieren. China gilt als einer der größten Pelzexporteure der Welt. 6.8. JEM Belgrad - Altersklassenrekord für Nico Van Duijn. Nico van Duijn hat bei der Junioren-Europameisterschaft in Belgrad über 100m Delphin in 55,44 einen neuen Schweizer Altersklassenrekord aufgestellt und dabei seinen eigenen, erst 6 Wochen alten Rekord um 42/100s verbessert. Diese Leistung brachte ihn auf den 17. Platz bei der stärksten JEM aller Zeiten. Weil drei Briten vor ihm klassiert waren, aber nur zwei davon ins Halbfinale einziehen dürfen, war Nico damit fürs Halbfinale qualifiziert, womit er sich den Traum erfüllte, der bei der letzten JEM seinen Ursprung hatte, als er sich vornahm, dieses Jahr einen Halbfinalplatz zu erreichen. Vor einem Jahr hatte man noch fast eine halbe Sekunde langsamer für ein Halbfinale schwimmen müssen, und nur vor drei Jahren hätte diese Zeit einen Finalplatz bedeutet. Allerdings musste Nico lange warten, bis sein Wunsch in Erfüllung ging. Zunächst wurde er in 50m Delphin (25.82s, Bestzeit um 7/100s) 29., musste aber lange auf das Ergebnis warten, weil zu Wettkampfbeginn weder die Startanlage noch die Anzeigetafel funktionierte. Am zweiten Tag kam er über 200m Delphin in 2.06.24 (1.76s Bestzeit) auf den 19. Platz, ebenfalls eine Zeit, die noch letztes Jahr fürs Halbfinale gereicht hätte. Am dritten Tag stand die 4x200m Freistil Staffel an, bestehend aus Eric Van Dooren, Simon Rabold, Nico und Aurelien Künzi. Jeder der vier lieferte mindestens eine gute Leistung ab, und in sehr guten 7:38.00 verpasste man den zum Finale berechtigenden 8. Platz um gerade 22/100s, und das, obwohl man gleich um 7.34s unter dem Junioren-Rekord aus dem letzten Jahr blieb, wo man mit dieser Zeit einen 6. Platz nach den Vorläufen erreicht hätte. Im vierten Anlauf schliesslich gelang das Unterfangen 'Halbfinale' mit dem knappest möglichen Resultat. In diesem Halfinale konnte Nico sich trotz besserer Wenden und besserem Anschlag nicht mehr steigern und belegte in ebenfalls sehr guten 55.57s einen guten 15. Platz. Am letzten Tag stand dann noch die Lagenstaffel an, aber da schien der Akku dann langsam leer zu sein, und in 56.64s konnte er die Leistungen vom Vortag nicht mehr abrufen, was allerdings auch seinen Staffelkollegen nicht gelang. Der zweite Teilnehmer der Limmat Sharks, Joel Kempter, hatte ein weniger dichtes Programm. Für ihn standen in der Belgrader Sonne am ersten Tag 50m Schmetterling an, die er ebenfalls in Bestzeit absolvierte (26.60s. 43. Platz), auch wenn er das Rennen für seine Verhältnisse recht unkonventionell schwamm. Seit zweites Rennen waren die 50m Freistil am letzten Tag. In 24.45s gelang ihm hier leider nicht, seine Leistungfähigkeit vollständig abzurufen, auch wenn dies nur 11/100s über seiner Bestzeit lag. Aber die Trainingsresultate hatten dann doch auf eine deutlich schnellere Zeit schliessen lassen. Beide Limmatsharks haben in jedem Fall auf höchstem Europäischen Niveau wertvolle Erfahrung sammlen können und sich sehr gut verkauft. Nico hat das einzige Schweizer Halbfinale oder Finale in einem Einzelrennen über eine Strecke erreicht, die länger als 50m ist, und Joel wird die Erfahrung dieses Jahres sicher für nächstes Jahr gebrauchen können, in dem er nochmal die Chance hat, an der Junioren EM teilzunehmen. Die Schweizer Mannschaft hat sich insgesamt etwas positiver als letztes Jahr in Szene setzen können. Gab es letztes Jahr nur ein Halbfinale, so waren es dieses Jahr 2 Halbfinale und 3 Finale in Einzelstrecken sowie ein Staffelfinale. Angesichts des deutlich gestiegenen Niveaus ist das eine erfreuliche Entwicklung, an der auch die Limmat Sharks einen deutlichen Anteil haben. 6.8. US-Stars Torres und Phelps: Locker und schnell. (dpa) - Dara Torres und Michael Phelps sind völlig entspannt. Locker plaudern die Schwimmstars aus den USA vor einem Großaufgebot internationaler Medien-Vertreter und mehreren Dutzend Kameras über ihre olympischen Vorhaben. «Es läuft klasse. Ich stecke voller Energie. Ich bin stolz, ein Teil dieser Spiele zu sein» - die 41 Jahre alte Torres kann ihre Vorfreude nicht verbergen. Dann grinst sie und spielt verbalen Doppelpass mit Phelps. Der grinst zurück: «Alles prima hier. Besser kann man es nicht haben.» Mit seinem neuen Fu-Man-Chu-Bärtchen demonstriert der 23-Jährige eine Gelassenheit, die nur einen Rückschluss zulässt: Phelps ist bärenstark. «Physisch ist er noch besser als in Athen», bestätigt Phelps-Trainer Bob Bowman. Sein Schützling, sechsfacher Olympiasieger von 2004, fiebert dem ersten Einsatz im futuristischen Wasserwürfel von Peking, den Vorläufen am Samstag über 400 Meter Lagen, entgegen: «Ich will raus, ich will schwimmen, ich will meine Rennen machen, ich liebe diese Herausforderungen.» Achtmal will er ran, achtmal will er gewinnen und seinem Landsmann Mark Spitz den Rekord der Spiele von München 1972 mit sieben Goldmedaillen entreißen. «Solche Pläne habe ich eigentlich nicht konkret gemacht. Ich will einfach nur so schnell sein wie möglich», sagt Phelps. Nichts soll eine Rolle spielen. Es ist ihm einerlei, ob ein Sponsor eine Million Dollar zahlen will, wenn er es schafft. Doch die Fragen nach der «magischen Acht» scheinen ihn ebenso leicht zu nerven wie diejenigen, die Dara Torres zum Thema Doping hören muss: «Das ist jetzt schon die Tausendste. Ich sage noch einmal, dass ich alles getan habe, um zu beweisen, dass ich sauber bin.» Das betont auch Phelps mit energischer Stimme. Die sehr vermögende Hobby-Sportlerin und Mutter Dara Torres spricht viel lieber über ihre Rolle als Repräsentantin der ewig jungen Vierziger. Darin ist sie perfekt. Wären nicht die Fältchen - ein Beobachter müsste neidvoll feststellen, dass sie figürlich besser aussieht als 1984 bei ihren ersten Olympischen Spielen in Los Angeles. Drahtig, rank, schlank und so schnell, dass Frauen, die ihre Töchter sein könnten, im Wettkampfbecken nur die Fersen der vierfachen Olympiasiegerin sehen. Ihr Credo: «Schnell schwimmen, Spaß haben.» Zwei interessante Artikel über Bodysuits: Save our sport! Bodysuits: The serious threat to the very nature of competitive swimming. Bodysuits: Evidence of a hoax? 6.8. Kommentar von unserem Cheftrainer Dirk Reinicke: Ich bin schon seit längerem mit Brent in losem Kontakt und habe seine Beiträge immer sehr geschätzt. Allerdings macht er seit einiger Zeit ein paar Annahmen, die meiner Meinung nach nicht richtig sind. Eine davon ist eben die 'Turbulenzbildung' an den Anzügen, die er an den 'milchigen' Flächen an den Anzügen erkennt. Jeder, der mal so ein Ding angehabt hat, weiß, daß das keine Turbulenzen sind, sondern Luftblasen (die im übrigen auch bei Bewegungslosigkeit vorhanden sind, wenn es gar keine Turbulenzen geben kann). Deshalb haben zumindest die alten Anzüge auch funktioniert, weil das bisschen Luft für Auftrieb gesorgt hat (den, auch wenn er in Untersuchungen nicht eindeutig nachgewiesen wurde, jeder Schwimmer deutlichst spürt, man wiegt ja nichts im Wasser, also machen kleine Mengen an Auftrieb schon einen Unterschied). (Deshalb hat auch Arena besser als Speedo funktinoniert, weil die Fastskins diese Luft nicht solange behielten, auch darüber gibt es unzählige Schwimmerberichte. Weshalb man bei Speedo ab dem FS-Pro von der vermeintlichen Haihautstrukturierung auch zu einem ähnlichen Stoff wie Arena überging.) Der neue Speedo scheint nun deutlich besser zu funktionieren (sprich, deutlich Vorteile zu bieten, was laut Reglement ja immer noch verboten sein sollte...), wahrscheinlich durch schlaues Design und bessere Muskelkompression. Ob die aufgebrachten Flächen einen Vorteil darstellen, weiß ich nicht, in jedem Fall klebt da die Luft nicht mehr dran, was man auch in den Bildern von Brent deutlich sehen kann... Bei der JEM haben wir die neuen Dianas und Arenas gesehen, die auch solche Plastikflächen hatten, wobei ich nicht glaube, daß es deshalb einen Vorteil gibt. Von Speedo gibt es die Aussage, daß man die Anzüge so eng wie nur irgend möglich anziehen soll, was darauf hindeutet, daß die Kompression eher der entscheidende Faktor ist... Das gibt es ja beim Langlauf und in der Leichtathletik auch. Allerdings halten die Anzüge deshalb auch nur sehr begrenzt. 6.8. Hackett spielt Zweikampf mit US-Schwimmern runter. (dpa) - Olympiasieger Grant Hackett, Mannschaftsführer der australischen Schwimmer in Peking, hat die Brisanz im erwarteten Zweikampf mit den USA öffentlich herabgestuft. «Es ist nicht nötig, dass wir uns auf eine Rivalität mit den Amerikanern fokussieren», sagte Hackett. «Wir konzentrieren uns auf uns selbst», ergänzte der Goldmedaillen-Gewinner von Sydney 2000 und Athen 2004 über 1500 Meter Freistil. Vor vier Jahren hatten die US-Schwimmer in Griechenlands Hauptstadt zwölf der 32 Disziplinen für sich entschieden. Die Australier hatten siebenmal Gold gewonnen. Hackett und seine Mitstreiter möchten das Gesamtresultat von Athen in der chinesischen Olympia-Stadt steigern. «Wir wollen uns verbessern», kündigte der 28 Jahre alte Schwimm-Profi an. Dabei empfahl er eine simple Vorgehensweise: «Rausgehen und schnell sein - das ist alles, was wir tun müssen.» Speziell die australischen Frauen um die Weltrekordlerinnen Lisbeth Tricktt und Leisel Jones können im Wettstreit mit den USA für Aufsehen sorgen: Die ehemalige australische Weltmeisterin Giaan Rooney sagte für ihre Nachfolgerinnen zehn Olympiasiege voraus. 6.8. Phelps-Festival in Peking - Megastar und Malocher. (dpa) - Die 29. Olympischen Spiele können zum Phelps-Festival werden. Der US-Ausnahmeschwimmer Michel Phelps ist jedenfalls «bereit für die Herausforderung» und für seine angestrebte Gold-Gala. Und er will die «magische Sieben» übertreffen und Geschichte schreiben. Die sieben Goldmedaillen seines Landsmanns Mark Spitz von München 1972 sind bislang das Nonplusultra - Phelps startet achtmal und gilt dabei immer als Topfavorit. Spitz schätzt die Chancen auf einen «Goldrausch» sehr hoch ein. «Ich erwarte eine unglaubliche Erfolgsstory von ihm. Wir haben seine beste Zeit noch gar nicht gesehen», prognostizierte der 58-Jährige. Und er erwartet von Phelps eine ähnliche Dominanz, wie er selbst sie vor 36 Jahren zeigte. «Ich wäre ihm nicht einmal böse, wenn er meinen Rekord brechen würde. Schließlich war ich seine Inspiration für dieses Ziel», sagte Spitz. Phelps hat in Peking das gleiche Programm wie 2004 in Athen, als ihm mit 19 Jahren ein goldener «Sechserpack» gelang, der zudem noch mit zweimal Bronze garniert wurde. Er schwimmt erneut beide Lagen-Distanzen, beide Schmetterlings-Strecken, die 200 Meter Freistil sowie alle drei Staffeln. Auf allen fünf Einzelstrecken ist er Weltmeister und hält bis auf die 100 Meter Schmetterling auch jeweils den Weltrekord. Und deshalb ist die Frage längst nicht mehr nur, ob er den Spitz-Rekord brechen kann, sondern was eigentlich dagegen spricht, dass er nicht sogar achtmal Gold holt? «Schwer zu sagen», meinte sein Trainer Bob Bowman. Es könne so viel passieren. Sein Ziel sei es erstmal, Phelps so fit wie möglich an den Start zu bringen. Und dann werde man sehen. Die Einzigen, die dem 23-Jährigen die große One-Man-Show verderben könnten, sind seine Landsleute Ryan Lochte (200 Meter Lagen) und Ian Crocker (100 Meter Schmetterling). Bei den US-Trials hielt Phelps beide auf Distanz. Aber in Peking werde es noch härter, gegen sie zu gewinnen, glaubt er. US-Cheftrainer Mark Schubert sieht die 200 Meter Lagen als Highlight. Das werde wie einst der 100-Meter-Sprint zwischen Carl Lewis und Ben Johnson, «natürlich ohne Doping», so Schubert. Phelps hält sich bislang mit Prognosen zurück. Er war noch nie ein «Lautsprecher», sondern immer ein Mann der Zahlen, der Star der Statistiken: sechs Olympiasiege, 17 WM-Titel, 22 Weltrekorde. Auch finanziell schwimmt er auf einer Erfolgswelle, verdient mit Werbung rund fünf Millionen Dollar im Jahr und ist somit der bestbezahlte US- Schwimmer überhaupt. Doch Phelps ist nicht nur Megastar und Multi-Millionär, sondern vor allem ein «Malocher». «Michael trainiert härter als jeder andere auf der Welt», sagt sein ehemaliger Staffel-Kollege Neil Walker. Bowman wird nicht müde zu betonen, dass sich sein Star keinen freien Tag gönnt. Sonntage gäbe es für ihn eben so wenig wie Feiertage. Und eine Erkältung sei noch lange kein Grund, zu Hause zu bleiben, so Bowman. Nach den sechs Gold- und zwei Bronzemedaillen in Athen hatten er und Phelps entschieden, noch härter zu trainieren. Bei der WM 2007 in Melbourne schwamm Phelps fünf Weltrekorde und holte sieben Titel. Den achten verpasste er nur, weil die US-Staffel nach einem Fehlstart disqualifiziert wurde. Eine derartige Dominanz zieht automatisch Doping-Fragen nach sich. Allerdings kann Phelps darauf verweisen, dass er von 2001 bis Juni 2007 insgesamt 59 Mal von der nationalen Anti-Doping-Agentur (USADA) kontrolliert. Hinzu kamen weitere Tests bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen - alle waren negativ. 4.8. Thorpe klagt gegen "L'Equipe". Eine Dopingprobe von Thorpe hatte einen unnatürlich hohen Wert an körpereigenen Hormonen aufgewiesen. Der vor knapp zwei Jahren zurückgetretene Spitzenschwimmer hatte jegliches Doping vehement bestritten. Der Weltverband FINA stellte die Untersuchungen ebenso ein wie Australiens Anti-Doping-Agentur ASADA. 4.8. Australiens Schwimmer auch ohne Thorpe Weltmacht. (dpa) - Australiens Schwimmer bleiben auch ohne den im November 2006 zurückgetretenen Superstar Ian Thorpe eine Weltmacht. Das prophezeit der erfolgreichste Olympionike des Fünften Kontinents selbst. Doch die Voraussetzungen haben sich verändert: Als Thorpe noch aktiv war, holten vorwiegend die australischen Männer die Medaillen. Jetzt sind es die Frauen. Die ehemalige Weltmeisterin Giaan Rooney erwartet von ihren Nachfolgerinnen im australischen Team allein zehnmal Gold. Derart übermütige Prognosen wagt Chefcoach Alan Thompson nicht, verbreitet aber vor dem erwarteten Zweikampf mit den USA Optimismus. «Alle scheinen in Bestform zu sein, die Stimmung in unserem Team ist fantastisch», ließ Thompson im Trainingslager in Kuala Lumpur wissen. Lisbeth Trickett will fünfmal nach Gold greifen. Die Weltrekordlerin über 50 und 100 m Freistil wird auch über 100 m Schmetterling sowie mit den Staffeln über 4 x 100 m Freistil und 4 x 100 m Lagen starten. Den Olympia-Rekord der Leipzigerin Kristin Otto von Seoul 1988 mit sechs Goldmedaillen wird die schnellste Schwimmerin der Welt nicht attackieren, weil Lisbeth Trickett über 4 x 200 m Freistil nicht zum Quartett der «Aussies» gehört. Zweite Top-Favoritin von «down under» ist Leisel Jones, die schon vor 2000 in Sydney als 15 Jahre altes Schulmädchen Silber gewann. Jones, die in der Vergangenheit persönliche Probleme hatte und wohl auch den frühen Ruhm nicht verkraftete, ist inzwischen so stabil, dass alles andere als Gold über 100 und 200 m Brust eine Überraschung wäre. Grant Hackett steht im «Wasserwürfel» von Peking vor einem Erfolg, der historische Dimensionen haben könnte. Der 28-Jährige kann über 1500 m Freistil als erster Mann zum dritten Mal hintereinander olympisches Gold in der gleichen Disziplin gewinnen. «Daran denke ich nicht. Wenn es passiert, passiert es. Wenn nicht, dann nicht», sagte er. Bei den Frauen gelang dies bislang der Australierin Dawn Fraser, die über 100 m Freistil 1956, 1960 und 1964 Olympiasiegerin war, sowie der Ungarin Krisztina Egerszegi, die 1988, 1992 und 1996 Gold über 200 m Rücken holte. Zweiter Top-Schwimmer der Australier ist Sprinter Eamon Sullivan, der bei den Trials mit Weltrekorden über 50 und 100 m Freistil ebenso für Furore sorgte wie seine Freundin Stephanie Rice, die im Lagenschwimmen über 200 und 400 m nun die Amerikanerin Katie Hoff herausfordert. Wer auch immer für die Plätze auf dem Siegerpodest sorgt, die Australier haben hohe Erwartungen an ihre Schwimmer. Der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees, John Coates, rechnet mit 18 Medaillen, drei mehr als bei den bereits überaus erfolgreichen Spielen von Athen 2004. 4.8. Phelps kommt fast unbemerkt in Peking an. (dpa) - Im Schwimmbecken ist Michael Phelps phänomenal schnell, im Austricksen der Öffentlichkeit ist der US-Superstar listig wie kaum ein anderer. Nahezu unbemerkt traf der sechsfache Olympiasieger von Athen 2004 am Montag in Peking ein. Er will in der Olympia-Gastgeberstadt nach acht Goldmedaillen greifen. Phelps ließ nach dem Flug vom Abschluss-Trainingslager in Singapur seinen Mitschwimmern mit Gepäck-Wagen den Vortritt beim Verlassen der Sicherheitszone und schlüpfte durch einen Nebenausgang raus. Außer einer erklecklichen Zahl von Reportern und Fotografen warteten auch viele Phelps-Fans vergebens auf den potenziellen Top-Star der Spiele. Phelps, der sich in Singapur einen Bart stehen ließ, nahm im Mannschaftsbus am Fenster Platz und konnte von den Foto-Reportern wenigstens durch die Scheibe abgelichtet werden. Hin und wieder blickte der 17-fache Weltmeister nach draußen, beschäftigte sich aber viel intensiver damit, seine Baseball-Kappe passend auf dem Kopf zu drapieren. In Peking will Phelps acht Disziplinen (fünf Einzel, drei Staffeln) bestreiten. Sollte er diese erfolgreich bewältigen, überträfe er seinen Landsmann Mark Spitz, der vor 36 Jahren in München siebenfacher Olympiasieger war. Mit bislang insgesamt acht Medaillen (sechsmal Gold, zweimal Bronze) ist Phelps in der Liste der erfolgreichsten Schwimm-Olympioniken hinter seinen Landsleuten Spitz, Matt Biondi (beide elf), Gary Hall junior (zehn), dem Australier Ian Thorpe und Alexander Popow (Russland/beide neun) Sechster. Er liegt gleichauf mit dem früheren DDR-Olympiasieger Roland Matthes. Michael Groß nimmt mit sechs Olympia-Medaillen (3/2/1) Rang elf ein. 4.8. Groß führt Schwimm-Erfolge auf «Teamspirit» zurück. (dpa) - Olympiasieger Michael Groß führt die vielen deutschen Schwimm-Erfolge seiner Ära auf einen stark ausgeprägten Mannschaftsgeist zurück. «Bei uns herrschte absoluter Teamspirit. Wir wussten bei den Olympischen Spielen 1984, dass wir uns zu 100 Prozent aufeinander verlassen können», sagte der Goldmedaillen-Gewinner von Los Angeles 1984 und Seoul 1988 der Zeitung «Die Welt». Einen mannschaftlichen Zusammenhalt allein sieht Groß indes nicht als Schlüssel zum Erfolg. Die meisten seiner Nachfolger würden sich selbst in eine «Psychofalle» manövrieren, indem sie das Schwimmen mit der Existenzfrage verknüpften. «Wie kann ich morgen noch meine Brötchen verdienen, wenn ich heute verliere? Für mich war Schwimmen ein Hobby, das nicht die Gedanken an meinen Lebensabend bestimmte.» Auf dem Startblock dürfe man sich nicht die falschen Fragen stellen. «Ich muss fragen: Wie kann ich schnell sein? Bringe ich meine Topleistung, und wo lande ich damit», sagte der fünffache Weltmeister, der Europarekordlerin Britta Steffen eine ähnlich gute Rolle zutraut, wie er und Franziska van Almsick sie früher im deutschen Sport hatten. «Der Korridor für einen neuen deutschen Helden ist günstig, das gilt auch für Turner Fabian Hambüchen. Es gibt im Sport, mal abgesehen von Fußballstar Michael Ballack, nicht den deutschen Überflieger wie zu meiner Ära mit Boris Becker. Jetzt gibt es keinen Tennis- oder Golfstar mehr. Im Schatten des Basketballspielers Dirk Nowitzki wächst nichts nach. In diese Lücke könnte Steffen stoßen», sagte der 44-jährige Groß. 4.8. Verzichtet Van den Hoogenband auf 200 m Freistil? (dpa) - Olympiasieger Pieter van den Hoogenband will bei den Spielen in Peking auf einen Start über 200 Meter Freistil verzichten. Das berichteten niederländische Medien. Demnach will sich der 30-Jährige ganz auf die 100 m konzentrieren. Wie der Australier Grant Hackett über 1500 m Freistil hat van den Hoogenband in Chinas Hauptstadt die Chance, als erster Mann in der Geschichte des Schwimmsports dieselbe olympische Disziplin dreimal hintereinander zu gewinnen. «Ich bin nicht mehr der junge Gott von Sydney 2000», wird van den Hoogenband zitiert. Er müsse seine Kräfte gezielt einsetzen und sehe über 200 m Freistil hinter dem hohen Favoriten Michael Phelps aus den USA ohnehin nur Chancen auf Silber. Van den Hoogenband hatte vor acht Jahren in Australien Olympia-Gold über 100 und 200 m Freistil gewonnen. Vor vier Jahren hatte er die kürzere Distanz erneut für sich entschieden und war über 200 m Freistil von dem Australier Ian Thorpe bezwungen worden. Mit seinem Verzicht auf die 200 m wolle er die Möglichkeit wahren, «eine einzigartige Trilogie» zu vollenden, hieß es. 3.8. US-Schwimmerin Hardy 2 Jahre wegen Dopings gesperrt. (dpa) - Wegen Dopings ist die amerikanische Brustschwimmerin Jessica Hardy für zwei Jahre gesperrt worden. Die 21-Jährige war der Einnahme des anabolen Mittels Clenbuterol überführt worden und wird nicht an den Olympischen Spielen in Peking teilnehmen können. Dies teilte die US-Anti-Doping-Agentur mit. Jessica Hardy war am 4. Juli bei den US-Olympia-Ausscheidungen in Omaha positiv getestet worden. Die frühere Weltrekordhalterin über 100 Meter hätte in Peking zu den Favoritinnen gehört. 3.8. Mein Leben im Wunderanzug. Die Badehose kann einpacken: Holger Kreitling von Die Welt hat den neuen Speedo-Schwimmanzug getestet, der bei den Olympischen Spielen die Schnellsten noch schneller machen soll [weiter]. 3.8. Startrechtwechsel für Kraulsprinter El-Masri. (dpa) - Die Teilnahme des deutsch-syrischen Schwimmers Rafed El-Masri an den Olympischen Spielen in Peking ist endgültig gesichert. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) teilte mit, dass die bei einem Wechsel des Startrechts übliche Wartezeit von drei Jahren verkürzt worden sei. Der deutsche Rekordhalter über 50 Meter Freistil hatte an den Spielen 2004 in Athen noch für Syrien teilgenommen und Rang 18 in seiner Spezialdisziplin belegt. Der 25-jährige El-Masri ist in Clausthal-Zellerfeld (Harz) geboren. Das Nationale Olympische Komitee Syriens hatte dem Berliner bereits zuvor die Freigabe erteilt. Das IOC lässt zudem die in den USA geborene Schwimmerin Christel Simms für die Philippinen antreten und erlaubt im Triathlon den Start des gebürtigen Ungarn Simon Agoston für Österreich. Im Fall der 17-jährigen Simms hatte zuvor der Internationale Sportgerichtshof CAS für die Athletin entschieden. Der Schwimm-Weltverband FINA wollte der auf Hawaii geborenen Simms den Olympia-Start verweigern, weil sie in den vergangenen zwölf Monaten keinen Dauer-Wohnsitz auf den Philippinen hatte. Im Februar hatte die FINA der Schwimmerin den Olympia-Start für die Philippinen erlaubt. Simms nahm dann im März 2008 für ihre Wahl- Heimat an den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Manchester teil. Im Juni zog die FINA die Erlaubnis überraschend zurück. 3.8. Übergang Fachkommission für Dopingbekämpfung – Antidoping Schweiz. Am 30. Juni 2008 ist die Fachkommission für Dopingbekämpfung von Swiss Olympic (FDB) aufgelöst worden. Sämtliche Aufgaben und Zuständigkeiten der ehemaligen FDB, insb. der komplette Dopingkontrollprozess, sind per 1. Juli 2008 auf Antidoping Schweiz übergegangen. Dies bedeutet, dass die Kontrollen seit diesem Datum von Antidoping Schweiz geplant und durchgeführt werden. Auch das Resultatmanagement liegt neu im Zuständigkeitsbereich von Antidoping Schweiz. Die Gründung von Antidoping Schweiz hat folglich keine Auswirkungen auf den Dopingkontrollprozess. Die Kontrollen werden unverändert durchgeführt. Auch die anwendbaren Bestimmungen, bspw. das Doping-Statut und seine Ausführungsbestimmungen, sind unvermindert gültig. Schliesslich beeinflusst die Gründung von Antidoping Schweiz in keiner Weise die Arbeit der Disziplinarkammer für Dopingfälle von Swiss Olympic. 3.8. Thoman schwimmt unter 53 Sekunden. (si) Der nicht für die Olympischen Spiele selektionierte Amerikaner Nick Thoman stellte in Minneapolis, Minnesota, mit 52,92 Sekunden die zweitbeste je über 100 Meter Rücken geschwommene Zeit auf. Thoman hatte an den verbandsinternen Ausscheidungen der Amerikaner mit dem sechsten Platz die Qualifikation für Peking verpasst. Nun verfehlte er den Weltrekord von Trials-Sieger Aaron Peirsol um bloss 0,03 Sekunden und blieb als zweiter Athlet unter 53 Sekunden. [Konkurrenten, aber vor allem Kollegen] [Zwei Talente auf dem Weg nach oben] 2.8. Alan Thompson mit Vorfreude. (dpa) Australiens Chefcoach Alan Thompson blickt dem erwarteten olympischen Zweikampf mit den USA optimistisch entgegen. «Alle scheinen in Bestform zu sein, die Stimmung in unserem Team ist fantastisch», erklärte Thompson im Trainingslager in Kuala Lumpur. Gesundheitliche Probleme in seiner aus 43 Athleten bestehenden Mannschaft gebe es nicht, sagte er. Die australischen Schwimmer werden nach ihrer abschließenden zentralen Vorbereitungsmaßnahme in Malaysia am 03. August in Peking erwartet. Einen Tag später wollen die von Weltrekordlerin Lisbeth Trickett und Olympiasieger Grant Hackett angeführten «Aussies» erstmals im Olympia-Pool trainieren. 2.8. Nike-Schwimmer dürfen mit Speedo-Anzug starten. (dpa) - Der amerikanische Sportartikelhersteller Nike erlaubt den bei ihm mit Verträgen ausgestatteten Schwimmern bei den Olympischen Spielen das Tragen eines Rennanzuges von Konkurrent Speedo. Die Athleten dürfen in Peking im «LZR Razer» des australischen Unternehmens schwimmen, mit dem fast alle Weltrekorde des Olympia-Jahres aufgestellt wurden. Die Entscheidung gab ein Unternehmenssprecher in der Nike-Zentrale in Beaverton im US-Bundesstaat Oregon bekannt. 2.8. Mobbing-Vorwürfe gegen Madsen. (sid) Im deutschen Schwimmerlager ist weiter Feuer unterm Dach. Erst das Theater um den Olympia-Start der Brustschwimmerin Vipa Bernhardt, jetzt holt Bundestrainer Manfred Thiesmann zum Rundumschlag aus. Thiesmann, der das Amt seit 1980 ausübt und u.a. Michael Groß und Franziska van Almsick zu Olympiasiegen und WM-Titeln führte, fühlt sich durch DSV-Chefcoach Örjan Madsen ausgebootet. Er spricht im Interview mit der "Sport-Bild" sogar von "Mobbing". Der 62-jährige Thiesmann durfte deshalb nicht mit dem deutschen Team nach Peking reisen. Eine Klage scheiterte. Er wird aber trotzdem die Spiele miterleben, weil Michael Groß ihm den Aufenthalt durch eine Privatinitiative ermöglicht. Doch Thiesmann teilt nicht nur gegen den DSV aus, sondern zweifelt aus seinen Trainer-Erkenntnissen daran, dass der amerikanische Superstar Michael Phelps ohne Doping die sensationellen Leistungen erzielt. Thiesmann über Madsen "Örjan Madsen wirft mir Illoyalität vor." Das sei der Grund für die Ausbootung. Und dann rechnet er mit dem Chefcoach ab: "Er war es schon immer gewohnt, im Mittelpunkt zu stehen. Möglicherweise hatte er ein Problem damit, dass ich weltweit bei Trainerkollegen ein hohes Ansehen genieße." Er sei auch mit einer guten Portion Arroganz gesegnet, mit der er sich das Leben schwer mache. Thiesmann über die DDR-Trainerclique: Madsens engster sportfachlicher Berater, Klaus Rudolph, oder die Trainer Norbert Warnatzsch (betreut Britta Steffen) und Bernd Henneberg (betreut Antje Buschschulte) hätten ihn schon früher rausdrängen wollen. "Das hat sich unter Madsen verschärft." Es ginge darum, wie man den Sport versteht. "Die Gängelung der Athleten, die Gängelung der Trainer entspringt einem System, das eher in der DDR Berücksichtigung fand." Knapp 20 Jahre nach der Wiedervereinigung gäbe es den Ost-West-Konflikt in einigen Köpfen noch immer. Thiesmann über DSV-Präsidentin Christa Thiel: "Von ihr habe ich mehr Unterstützung und Engagement erwartet." Wenn es zu solch krassen Situationen komme, soll man dann auch Farbe bekennen. Thiesmann über deutsche Olympia-Hoffnungen: "Angesichts der momentanen Weltbestenliste können wir froh sein über jede Endlauf-Teilnahme." Es sei möglich, dass man "leer ausgeht". Nur Britta Steffen und der Freistil-Staffel der Frauen sei mehr zuzutrauen. Thiesmann über Michael Phelps: Er trainiert zwar viel aber, "wenn man sieht, wie extrem körperlich kaputt Athleten nach einem Rennen aus dem Wasser steigen, ist es zwar möglich, in kurzer Zeit zu regenerieren." Aber so viel Energie nach einer Viertelstunde Pause zu haben, um dann wieder einen Weltrekord zu schwimmen, da frage man sich doch: Wie ist das nur möglich? "Unsere Athleten können das nicht." Thiesmanns Begeisterung über die Phelps-Leistungen halte sich in Grenzen. "Ich habe in meinem Wissen über den Sport Zweifel." Thiesmann über den deutschen Schwimmsport: "Keiner, der heute im Hochleistungssport tätig ist, würde die Hand für alle seiner Athleten ins Feuer legen. Ich vertraue unserem Dopingsystem. Ich kann es mir nicht vorstellen." Man sähe es ja an den Resultaten. Wenn es anders wäre, würden die deutschen Schwimmer in breiter Phalanx ständig unter den besten Zehn in den Weltbestenlisten vertreten sein. Zurück zur [Homepage] / [an den Anfang] Juli 2008
29.7. Esten durchschwimmen Meerbusen. (si) Die beiden Esten Bruno
Nopponen und Priit Vehm haben als erste Menschen den Finnischen Meerbusen
durchschwommen. Nopponen sei die 55 Kilometer lange Strecke zwischen Finnland
und Estland in 19 Stunden und 13 Minuten geschwommen. Vehm ging drei Stunden
und zehn Minuten später in Estland an Land, wie die Veranstalter
des Rekordversuchs am Samstag mitteilten. Insgesamt hatten sich sechs
Esten - fünf Männer sowie eine Frau - am Rekordversuch beteiligt,
jedoch nur Nopponen und Vehm hielten die ganze Strecke durch. Die Schwimmer
waren am Freitag im finnischen Hafen Porkkala gestartet, Ziel war die
Küste Estlands nahe der Stadt Suurupi. Der Finnische Meerbusen war
bislang noch nicht durchschwommen worden. |